Die Belichtungszeit

Über die Blende weißt du ja nun Bescheid, jetzt geht es darum dieses Wissen mit der Belichtungszeit (auch Verschlusszeit genannt) zu kombinieren. Die Belichtungszeit ist ein weiterer wichtiger Einflussfaktor auf dem Weg zum perfekten Bild. Im Grunde kann man das kurz und knapp zusammenfassen: die Verschlusszeit gibt an, wie lange Licht auf den Bildsensor gelassen wird. Desto länger die Belichtungszeit, desto länger bleibt auch die Blende geöffnet und desto heller wird dann auch dein fertiges Bild.

Wie arbeiten Belichtungszeit und Blende zusammen? Zuerst einmal ein etwas verwirrendes Beispiel um das Ganze besser zu verstehen: Mit der Blendenzahl 4,5 und der Belichtungszeit 1/400 wirst du ein gleich helles Bild erzeugen wie mit der Blende 6,3 und der Belichtungszeit 1/200. Eigentlich ganz einfach, denn wie du ja schon weißt lässt die Blende 6,3 nur die Hälfte des Lichts auf den Sensor fallen wie mit der Blendenzahl 4,5. Wie dir bestimmt schon aufgefallen ist, wird dies aber durch die doppelt solange Belichtungszeit wieder ausgeglichen. Teste es am besten mal mit verschiedenen Einstellungen aus, du wirst schnell merken, dass sich nur die Tiefenschärfe etwas ändern wird.

Wie lese ich die Einstellungen richtig? Auf deinem Bildschirm siehst du bei der Belichtungszeit immer Angaben wie 1/60 – dies bedeutet, dass dein Bild eine Sechzigstel Sekunden belichtet wird. 1/4000 bedeutet dann also eine Belichtungszeit von einer Viertausendstel Sekunde. Bei einer höheren Belichtungszeit löst die Kamera unglaublich schnell aus und bei einer geringeren dagegen langsamer. Man sollte sich also vorher Gedanken machen, wie man die Belichtungszeit einstellt. Für bewegte Motive schneller als für unbewegte.

Welche kreativen Möglichkeiten habe ich mit der Belichtungszeit? Viele. Gerade als DSLR-Anfänger bietet die Belichtungszeit einem viele Möglichkeiten um mit Foto-Techniken kreativ zu sein. Mit fast jeder DSLR lassen sich Belichtungszeiten von bis zu 30 Sekunden problemlos im Kameramenü einstellen. Damit kann man dann richtig professionelle Landschaftsaufnahmen machen oder an einer Straße die Autoscheinwerfer lange Linien bilden. Dazu kann man auch noch den „Bulb“-Modus nutzen. Hierbei wird die Blende solange geöffnet, bis man dein Auslöser loslässt oder ihn ein zweites Mal betätigt. Bei längerer Belichtung ist zudem ein Stativ und ein Fernauslöser empfehlenswert, damit das Bild nicht verwackelt. Hier siehst du ein paar Beispiele:

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  1. Photofreak369 Reply
  2. Stefan Photkgraphy Reply
    • John K. Reply
      • Osman Reply
  3. Thomas Reply

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