Die Blende

Als Einsteiger in die Fotografie solltest du dich mit drei Dingen auseinandersetzen, die dich immer begleiten werden. Deine besten Freunde bei der Fotografie sind nun die Blende, die Belichtungszeit und der ISO-Wert. Zuerst solltest du dich mit dem ersten Freund auseinandersetzen – der Blende.

Das Wort “Photographie” kommt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als „Zeichnung mit Licht“. Der Blende steht hierbei die größte Aufmerksamkeit zu, denn mit ihr bestimmst du wie viel Licht auf den Sensor in deiner Kamera gelangt.

Wie funktioniert die Blende? Ganz einfach: Die Blende lässt, je nachdem wie du sie einstellst, eine große oder kleine Blendenöffnung zu. So regelt sie wie viel Licht auf den Sensor gelangt. Am Anfang ist es etwas irritierend, dass eine große Blende (z.B. 32) für eine sehr kleine Öffnung und dagegen eine kleine Blende (z.B. 1,8) für eine sehr große Öffnung sorgt. Die weit du die Blende jeweils verstellen kannst hängt von deinem Objektiv ab.

Die ganze Blendenreihe:

1 || 1.4 || 2 || 2.8 || 4 || 5.6 || 8 || 11 || 16 || 22 || 32

 

Unterscheiden sich Objektive in der Blendenanzahl? Ja. Deshalb spricht man auch bei Objektiven mit geringen Blendenzahlen von besonders lichtstarken Objektiven. Wenn jetzt auf einem Objektiv z.B. steht: „18-55mm 1:3,5-5,6“ bedeutet dies, dass man die maximale Blendenöffnung bei 18mm auf 3,5 und bei 55mm auf 5,6 stellen kann. Es gibt hierbei ein riesiges Angebot an Objektiven.

Wofür der ganze Aufwand mit den Blenden? Das verstellen der Blende ist die beste Möglichkeit deine Bilder zu gestalten. Du solltest auch wissen, dass du eine kleine Blendenzahl brauchst um in dunklerer Umgebung scharfe Fotos zu machen.

Ein wichtiger Begriff hierbei ist die Schärfentiefe oder wie andere sagen die Tiefenschärfe bzw. die Tiefenunschärfe. Nun ist aber wichtig, wie du damit arbeitest.

Wenn du mit einer kleinen Blendenzahl wie 5,6 fotografierst erzeugst du eine sehr geringe Schärfentiefe. Hierbei wirkt nur das Fokussierte Motiv scharf und der Hintergrund wird unscharf. Die ist für Portraits von Personen aber sehr sinnvoll. Hast du die Blendenzahl dagegen höher eingestellt (z.B. auf 16) stellst du damit auch weiter entfernte Objekte scharf da. Eine höhere Blendenzahl solltest du einsetzen, wenn du Landschaften oder Gebäude fotografierst. Nun folgt ein Beispiel auf dem du die Auswirkungen der Blende sehen kannst.

Blende f/20Blende f/4,5

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  1. Sebastian Foto Reply

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