Weißabgleich

Beim Fotografieren kann nicht nur die Helligkeit des Lichtes variieren, sondern auch die Zusammensetzung der Belichtungsquelle aus Farbtemperatur und Wellenlänge. So sehen deine Fotos, die du im Freien gemacht hast anders aus, als die Fotos die du bei Kunstlicht im Haus gemacht hast. Weißabgleich sorgt hierbei dafür, dass die Farbtemperatur dem Licht entsprechend angepasst wird. Das Licht, was wir sehen besteht aus elektromagnetischer Strahlung im Bereich von 400-700 Nanometer. Eine kurze Wellenlänge sorgt für eine hohe Farbtemperatur. Wer darüber mehr wissen will kann es hier bei Wikipedia nachlesen.

Die Farbetemperatur wird in Kelvin angegeben und ist eine wesentliche Messgröße für die Eigenschaften des Lichts. Bestimmt hast du schon einmal davon gehört. Beim Fotografieren hat man aber selten das Glück an Orten zu fotografieren wo man keine Reflexionen hat. Durch unterschiedliches Absorptions- und Brechungsverhalten verschiedener Materialien wird die Farbtemperatur zusätzlich beeinflusst. Zum Beispiel durch spiegelndes Wasser oder eine Farbige Wand.

Heutige Digitalkameras übernehmen die Einstellungen im Automatischen Weißabgleich Modus (AWB) völlig automatisch. Sie orientiert sich an Bildbereichen, an denen Rot, Grün und Blau gleichermaßen vorhanden sind. Diese Fläche wird dann in einem neutralen Grau wiedergegeben. So wird mit dem Weißabgleich sichergestellt, dass keine unerwünschten Farbstiche auftreten. In gemischten Situationen kann es aber auch manchmal für den AWB schwierig werden das Bild richtig zu korrigieren. Hier bieten DSLRs die Möglichkeit den Weißabgleich manuell einzustellen.

Gibt es zum Weißabgleich noch wichtige Tipps? Ja, da gibt es mehrere. Der meist genutzte ist das Fotografieren mit dem RAW-Format. In diesem Format werden zu den Bildern wesentlich mehr Informationen abgespeichert als im JPG Format. Du kannst mit RAW auch den Weißabgleich nachträglich ändern und ihn so nach deinen Wünschen anpassen. Für eine korrekte Farbdarstellung kannst du auch eine Farbkarte nutzen, diese wird aber hier später noch einmal genauer erklärt.

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