Wie du die Milchstraße fotografierst

Wenn du in einer klaren Nacht ohne Wolken schon einmal draußen warst, sind dir bestimmt schon einmal die ganzen Sterne am Himmel aufgefallen und du hast dich gefragt wie man das fotografieren könnte.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an.

Was brauche ich an Equipment?

Du solltest eine Kamera haben, welche ein gutes Rauschverhalten (bedeutet, dass deine Kamera auch bei einem höheren ISO-Wert ein geringes Bildrauschen zeigt) besitzt und mit der du längere Belichtungszeiten machen kannst. Diese Anforderung erfüllen fast alle DSLRs. Da du eine längere Belichtungszeit brauchst, musst du natürlich auch ein Stativ dabei haben. Hierbei reicht es ca. 20€ zu investieren. Desweiteren solltest du auch einen Fernauslöser haben, damit du die Kamera beim auslösen nicht verschiebst. Alternativ kannst du natürlich auch den Selbstauslöser verwenden.

Am wichtigsten ist es aber, dass es in der Nacht in der du die Milchstraße fotografieren willst, ein klarer Himmel ohne Wolken ist. In Europa sieht man die Milchstraße im Sommer am besten. Im Winter ist nur der Rand zu sehen. Aber auch hier bekommt man extrem coole Bilder hin.

Wie und wo mache ich das Foto?

Zuerst muss du dir den richtigen Ort für dein Foto suchen. Es sollte ein Ort sein an dem die Lichtverschmutzung möglichst gering ist. Sicherlich hast du schon einmal aus der Ferne gesehen, wie nachts der Himmel über einer Stadt heller als die Umgebung ist – hier gibt es eine große Lichtverschmutzung. Für dein Foto brauchst du aber einen Ort, an dem möglichst wenig Licht vorhanden ist, da du ja die leuchtenden Sterne fotografieren willst. Suche dir eine interessante Perspektive in der du möglichst auch Elemente wie z.B. einen Baum in Vordergrund hast und eine spannende Schärfentiefe ins Bild zu bringen

Zu den Einstellungen: Deine Belichtungszeit sollte auf keinen Fall über 30 Sekunden sein, da die Sterne sonst Spuren ziehen. Wenn du das möchtest musst du natürlich länger belichten. Die Blende machst du am besten so weit wie möglich auf (also kleine Blendenzahl). Der Fokus sollte unendlich sein und beim ISO-Wert musst du austesten was dir am besten gefällt und wie stark das Rauschen ist. Du könntest es am Anfang mit ISO 800 versuchen und dann korrigieren. Fall ihr Lightroom oder andere Bildbearbeitungsprogramme habt die RAWs bearbeiten können ist es ratsam in diesem Format zu fotografieren. So kann man später ohne Qualitätsverlust Kontrast oder Helligkeit ändern.

Elemente im Vordergrund bringen Tiefe ins Bild.

Woher weiß ich, wann der beste Zeitpunkt für ein Foto ist?

Du musst schauen, wann die Milchstraße genau über deine Position steht. Das geht z.B. mit der App „Star Walk“ oder „Sun Survivor“. Hier stellst du einfach deinen Ort ein und kannst dann sehen wann die meisten Sterne über deiner Position sind und der beste Zeitpunkt ist. Es empfiehlt und lohnt sich auf jeden Fall die Vollversion zu kaufen, dass kann aber jeder für sich selbst entscheiden.

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